Warum Veränderung manchmal weh tut…

Ich bin gerade übersiedelt. Nicht weit, nur innerhalb Wiens, in eine größere, schönere Wohnung in der Innenstadt.
Davor hatte ich auch eine nette Wohnung, allerdings in einer nicht so guten Lage.
Der Hauptgrund warum ich umgezogen bin, war vor allem die große Baustelle direkt vor dem Haus.
Es war laut und schmutzig, und dort wo vor kurzem noch ein schöner Park, mit großen alten Bäumen war, wird jetzt ein Wohnhaus mit 7 Stockwerken errichtet.
Ich habe mich sehr darauf gefreut endlich umzuziehen, und als ich diese Wohnung mit der herrlichen Dachterrasse Anfang Mai gefunden hatte, konnte ich es kaum erwarten meine Sachen zu packen und ins Zentrum zu siedeln.
Als ich die alte Wohnung dann so leer sah, wurde ich plötzlich traurig.
Ich hatte so vieles dort erlebt, so schöne Zeiten gehabt.
In dieser Wohnung hatte ich meine Diplomarbeit geschrieben, meinen 30. Geburtstag gefeiert und meine Firma gegründet.
Ich habe sie sehr wehmütig verlassen.

Meine neue Wohnung steht noch ziemlich leer. Kaum Möbel, denn die werden erst geliefert und auch emotional ist sie noch leer.
Hier wurde noch nicht gelebt, hier ist noch nichts passiert.
Das fühlt sich komisch an, aufregend und neu.

Hier ist nun Raum der gefüllt werden darf. Fast doppelt so viel Raum wie davor.
Und ich darf entscheiden womit ich ihn fülle. Neue Farben, neue Formen, neue Gerüche, neue Klänge.
Es ist garnicht so einfach zu wissen wofür man sich entscheiden soll.

Genau so geht es uns manchmal auch in Beziehungen, oder?
Wir wissen, dass die alte Beziehung zu eng geworden ist, zu laut oder zu schmutzig ist und dass es Zeit ist umzuziehen.
Zeit, die alte Geschichten und Erinnerungen fein säuberlich in Kisten zu verpacken, manches wegzuwerfen und sich auf die Suche nach einem neuen Heim für unser Herz zu machen.
Auch wenn wir wissen, dass es Zeit ist zu gehen, hält uns manchmal etwas auf.
Wir werden traurig und haben Angst davor neu zu beginnen. Es könnte ja sein, dass das Neue nicht besser wird als das Alte.
Es könnte sein, dass wir das Alte zu sehr vermissen werden.
Dann kann es passieren, dass wir plötzlich zwischen den Umzugskartons wohnen bleiben.
Dass wir zwischen bleiben und gehen nicht mehr entscheiden können.
Diese Art zu leben strengt an und laugt energetisch aus.

Warum ist der Mensch bloß so ein Gewohnheitstier, dass er das bekannte Übel dem Unbekannten vorzieht?

Die Antwort darauf ist einfach: Wir streben nach Sicherheit.
Sicherheit ist eines der wichtigsten Grundbedürfnisse des Menschen.
Wir brauchen die Sicherheit zu wissen, wo wir morgen schlafen werden, was wir essen, wovon wir unsere Ausgaben bezahlen und ob der wichtige Mensch an unserer Seite uns auch morgen noch liebt. Sicherheit bedeutet Komfort und Ruhe.
Sicherheit bedeutet auch, dass ich den Kopf frei habe für anderes.
Zu viel Unsicherheit kann einen Menschen viel Kraft kosten.
Gerade in der Liebe merken wir das sehr stark.

Wenn Du Dich ständig fragen mußt, "Liebt er mich noch?" oder "Will er etwas von mir?" dann kann diese Unsicherheit belastend sein und dich davon abhalten den wichtigen Dingen in deinem Leben mit voller Aufmerksamkeit nachgehen zu können.
Deshalb suchen wir nach Möglichkeiten uns abzusichern.

Materiell ist das relativ gut möglich; man kann sich ein Haus bauen, Geld sparen oder einen Job haben, der einen bestimmten Lifestyle garantiert.
In der Liebe geht das nicht. Jeder der schon eine Scheidung hinter sich hat, weiß, dass auch das Eheversprechen keine Garantie auf ewige Liebe ist.

Trotzdem streben wir danach und das ist auch gut so.
Wichtig ist nur auch zu wissen, ob ich in einer Beziehung bin, da ich den Menschen wirklich liebe, wirklich meinen Seelenverwandten gefunden habe oder ob es nur die Sicherheit ist, jemanden an meiner Seite zu haben.
Es ist wichtig, den Mut zu haben, gehen zu können, wenn es keine Liebe mehr ist.

Woran merkst Du dass es wirklich keine Liebe mehr ist?
Was tun wenn es Zeit wird zu gehen?

Hier das 7 Punkte Programm für den optimalen Neustart:

1. Finde heraus, ob Dich das Zusammensein mit diesem Menschen mehr Kraft und Energie kostet, als es Dir bringt.

Sei dabei ehrlich zu Dir selbst. Fühlst Du Dich wohler, wenn Du ohne ihn bist? Denkst Du manchmal darüber nach, wie es wäre, mit jemandem anderen zusammen zu sein? Fühlst Du Dich von einem anderen Mann sehr stark sexuell angezogen? Wenn Du nur eine dieser Fragen mit JA beantworten kannst, ist es Zeit etwas zu ändern. Es ist auch nicht fair, jemanden in einer Beziehung zu halten, wenn man ihm nicht wirklich alles geben kann was er braucht. Man nimmt einem Menschen die Chance darauf, jemanden zu treffen der wirklich zu ihm passt. Dir selbst nimmst Du die Chance natürlich auch! Stell dir mal vor welche Gelegenheiten du gerade eben verpasst, nur weil du denkst, du mußt etwas aufrecht erhalten, dass eigentlich nicht die Liebesbeziehung ist, die du dir wünscht und die du verdienst.

2. Halte deine Angst aus!

Sei mutig und vor allem: Sei ehrlich! Sage was Du meinst und meine was Du sagst. Das ist unglaublich befreiend. Ich habe schon oft bei Klientinnen beobachtet, dass absolute Ehrlichkeit, auch wenn sie im ersten Moment weh tut, sehr befreiend ist. Plötzlich verschwinden körperliche Beschwerden oder psychischer Druck. Wenn man sich lange Zeit selbst belügt oder sich selbst etwas vormacht, dann reagiert das Unterbewusstsein automatisch mit Krankheit oder Leistungsabfall. Wenn du schon länger unter psychosomatischen Beschwerden leidest, dann frage dich: Wo belüge ich mich selbst? Was kann ich mir nicht eingestehen? Wenn Du dich noch nicht traust, die Wahrheit auszusprechen, dann schreibe es zuerst nieder und verschaffe Dir so Klarheit.

3. Wage den ersten Schritt.

Verlasse deine Komfortzone und mach dich auf ins Abenteuer Leben. Jeder Mensch hat eine Komfortzone, in der er die meiste Zeit seines Lebens verbringt, außer er wird durch irgendetwas dazu veranlasst zu wachsen. Durch viele Lebenserfahrungen erweitert sich die Komfortzone ganz natürlich. Wenn Du bisher nicht die Resultate in deinem Beziehungsleben hattest, die du dir gewünscht hast, dann ist es Zeit, die Komfortzone zu verlassen und sich auf die Suche nach neuen Erfahrungen zu begeben. Man kann die Aufregung vor einem neuen Schritt auch geniessen. Man kann, wenn man etwas neues probiert nur zwei Erfahrungen machen: Entweder man gewinnt oder man lernt. So ist das im Leben, oder?

4. Suche Dir Unterstützung.

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Umgib dich mit Menschen, die dich nähren und stärken. Verbringe viel Zeit mit positiv denkenden Freunden, von denen Du weißt, dass sie dich unterstützen egal was deine Entscheidung sein mag. Wenn man siedelt, dann fragt man auch Freunde um Hilfe oder holt sich für die ganz großen und schweren Sachen professionelle Hilfe. Niemand kommt auf die Idee alles ganz alleine zu machen und Stück für Stück in die neue Wohnung zu tragen. Du lässt dich natürlich unterstützen, damit es schneller und einfacher geht. Einräumen wirst du deine geliebten Dinge, dann ja ohnehin selber. Wenn es für deine Freunde zu viel oder zu schwer ist, dann schreib mir! Ich bin für Dich da, das ist meine Mission.

5. Bemerke die kleinen Erfolge!

Freu dich über jeden neuen Schritt, über jede Erkenntnis. Feiere dein Leben und bemerke, wie viele großartige Menschen du bereits kennst und wie viele tolle Gelegenheiten zu Wachstum, Spaß und Lebensfreude sich Dir täglich bieten. Erstell Dir jeden Abend eine Liste der 5 schönsten Dinge die Du heute erlebt hast. Wofür bist du bereits dankbar? Was kannst du schon alles? Was hast du bereits gelernt? Wie hast Du heute mehr Liebe und Lebensfreude in deinem Leben manifestiert?

6. Sei Quelle der Emotionen die du dir wünscht.

Das ist so, wie als ob du eine neue Wohnung einrichten würdest. Dein Körper ist das Haus und deine Gefühle sind die Einrichtung. In welchen Farben hättest Du die Zimmer gerne? Was wünscht du dir und wie kannst du diesen Emotionen Raum geben? Bei meinen Seminaren zeige ich den Teilnehmerinnen immer, wie einfach es ist positive Emotionen zu erschaffen: Beginne mit deiner Körperhaltung. Richte dich auf und atme gut. Richte deinen Fokus auf die positive Emotion die du dir wünscht. Lächle und benutze deine Sprache weise. Sag nur Dinge, zu Dir selbst und zu anderen, die dafür sorgen, dass die Liebe und die Lebensfreude mehr werden.

7. Folge deinem Herzen!

Jetzt wo du alten Ballast abgeworfen hast, sorge dafür, dass Du nicht wieder neuen ansammelst. Höre von vorneherein auf dein Herz. Du spürst was richtig für dich ist, das weißt du. Lass nicht zu, dass das Sicherheitsdenken, dich dazu bringt, dich in neue Abhängigkeiten zu begeben, sondern folge deiner Intuition, deiner inneren Weisheit, der Göttin in Dir. Lebensfreude, Glück und Liebe ist dann eine logische Folgeerscheinung.

Liebt er mich Petra Fürst Profilxoxo Miss P

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4 comments on “Warum Veränderung manchmal weh tut…

  1. Herzlichen Dank liebe Petra, du hilfst mir wirklich mit jedem deiner beiträge sehr bei meinen für mich momentan komplizierten lebensumstände, allein mit der kraft und der freude und den tips von dir.
    ich möchte mir dein buch sobald es im handel erscheint kaufen.
    viele liebe grüße
    tamara

  2. Eine wichtige Neuerung in meinen Umfeld hat mich auf diese Gedanken gestoßen u.ja, ich kann aus meinem Erfahrungs-u.Kenntnistand vieles untertützen…aber ob man sich von kurzen Momenten so steuern lassen sollte…hmm, ich denke : nein! Eine Partnerschaft ,Freundschaft u.auch andere Verbindungen bestehen nicht ohne Grund…warum tut was gut u.nach einer Zeit nicht mehr? Waren wir zuvor blind…wurden wir getäuscht – von uns selbst/ anderen – u.wieso waren wir zu erpicht darauf etwas „besitzen“ u.“aufrechterhalten“ zu wollen? Vllt.sind wir manchmal zu experimentell ohne die Situation abschätzen zu können? Vllt.besitzen wir manchmal falschen Ehrgeiz? Ich glaube, dass von Anfang an fest steht ob was funktionieren kann u.wenn wir in der Lage sind dieses zu erfassen, haben wir -manchmal- viel zu lange eine Situation versucht zu retten. Signale erkennen bedeutet nicht stimmige Phasen verlassen zu können o.daran zu arbeiten u.zu wachsen, wenn die Option einer positiven Kraft vorhanden ist. Nicht jedes Ziel ist richtig…vieles ist überspitzt u.daher nie erreichbar -vllt.auch aus Schutz / als Option die eigene Unsicherheit zu schützen u.die wichtige Schuld / Entscheidung abzuwälzen – .Für Entscheidungen ist es immer wichtig, wenn man sich erkennt…den gegenüber u.die Dinge, welche einen weiterbringen…u.manchmal hilft es auch, wenn man eine Weile verbleibt u.nicht bei jedem Zeichen/Zweifel weitergeht…es heißt nicht umsonst :“ich gehe einen Schritt, wer kommt mit“…das Leben ist nunmal -u.glücklicherweise- keine Einbahnstraße u.deshalb benötigt es keiner formellen Sicherheit sondern eine Umgebung, in der man einfach akzeptiert, respektiert u.geschätzt wird…und in der man vor allem Freude erlebt/lebt u.teilt ;D

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